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Fairtrade Kaffee – für den wahren Genuss mit gutem Gewissen

Eine leckere Tasse Kaffee am Morgen um wach zu werden oder am Nachmittag beim gemütlichen Plausch mit der Familie oder Freunden. Das beliebte Heißgetränk für viele ein wahrer Genussmoment und aus dem täglichen Konsum nicht mehr weg zu denken. Doch viele fragen sich, wo die Kaffeebohnen eigentlich herkommen, unter welchen Bedingungen sie gepflanzt und geerntet werden und wie sich die wirtschaftliche Situation der Bauern dabei gestaltet. Die Antwort und ein ruhiges Gewissen liefert das Gütesiegel Fairtrade, das es vor allem für Kaffee, aber auch für andere Lebensmittel gibt.

Fairtrade Kaffee: ein etwas höherer Preis sichert die Qualität

Grundsätzlich unterliegt der Kaffeepreis heftigen Schwankungen, was vor allem die Kleinbauern in den Anbaugebieten zu spüren bekommen. Eine im wahrsten Sinn des Wortes faire Grundlage bietet hier Fairtrade Kaffee. Dieser versucht auf das Problem einzuwirken und zu gewährleisten, dass die Bauern mehr Geld für ihr Produkt erhalten. Damit soll auch die Option vermittelt werden, direkt vor Ort die wirtschaftlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen entsprechend zu verbessern. Wer sich Fairtrade Kaffee im Supermarkt kauft, wird feststellen, dass dessen Preis meist etwas höher liegt als der herkömmliche. Das hat unterschiedliche Gründe, geht meist aber darauf zurück, dass die Gesellschaft Fairtrade International dafür sorgt, dass alle Kaffeeproduzenten die hohen Standards erfüllen um das Fairtrade Siegel zu erhalten. Die Produkte müssen in diesem Fall der Norm DIN ISO Norm 65 entsprechen, was bedeutet, dass den Anbietern fixe Mindestpreise bezahlt werden. Abgesehen davon müssen kleinbäuerliche Strukturen gefördert werden und Kinder- bzw. Jugendarbeit verboten werden.

Fairtrade Kaffee basiert auf sozialem Engagement

Die Kaffeebohnen müssen unter umweltschonenden Bedingungen gepflanzt und gezogen werden, damit liegt es auf der Hand, dass der Preis für den Kaffee im Handel anschließend höher ausfällt. Doch dieser Mehrerlös ist auch wichtiger Bestandteil, um den Bauern höhere Löhne zu zahlen und soziale Projekte zu fördern. So fließt etwa ein Teil des Mehrbetrages von Fairtrade Kaffee in Gemeinschaftsprojekte wie den Bau von Schulen oder aber die medizinische Versorgung vor Ort wird ausgebaut. Fairtrade Kaffee erkennen Sie am entsprechenden Gütesiegel, die von einigen Organisationen vergeben werden. Die verlässlichste davon ist die Dachorganisation, Fairtrade Labelling Organization International. Das Flow-Gütesiegel steht über denen der einzelnen Länder. Nationale Initiativen für Fairtrade Kaffee sind zum Beispiel für Deutschland Transfair, in österreich die Fairtrade Organisation und Max Havelaar für die Schweiz.

Im Handel am Fairtrade Siegel erkennbar

Wenn Sie Kaffee genießen und ein ruhiges Gewissen haben möchten, sollten Sie im Supermarkt zu den Fairtrade Kaffee Angeboten greifen. Dazu finden Sie unterschiedliche Angebote und Produkte, die einfach zu identifizieren sind. Am einfachsten und gleichzeitig am verlässlichsten ist die Bezeichnung Faitrade Kaffee bzw. Transfair. Eine Kennzeichnung der US-amerikanischen Rainforest Alliance ist ebenfalls Garant für Fairtrade Kaffee – einfach erkennbar am grünen Frosch auf der Kaffeepackung. Viele der angebotenen Fairtrade Kaffees sind zusätzlich mit einem Bio-Siegel ausgestattet. Die deutsche Variante erkennen Sie ganz einfach am grünen Sechseck mit dem Bio-Schriftzug. Es gewährleistet, dass immerhin 95 Prozent des beinhalteten Kaffees aus biologischem Anbau und von Farmen, die nach dem EG-öko-Verordnungsgesetz bewirtschaftet sind, stammen. Diese Siegel geben Aufschluss über die Herkunft der Bohnen und ihren biologischen Ursprung, allerdings sollten Sie sie nicht mit dem Fairtrade Siegel verwechseln. Denn über das so wichtige Phänomen, dass den Kaffeebauern auch ausreichend Lohn bezahlt wird, sagen sie leider nichts aus. Wenn Sie also auf Nummer Sicher gehen möchten, dass Sie Fairtrade Kaffee im Einkaufswagen haben, sollten Sie auf das Fairtrade Siegel achten.